Burnout – wenn der Körper die Rechnung präsentiert
Die Erschöpfung, die beim Burnout entsteht, ist anders als normale Müdigkeit: Sie verschwindet nicht nach dem Wochenende. Schlafen hilft nicht mehr richtig. Der Körper trägt die Anspannung weiter, auch wenn der Kopf ausschalten möchte.
TCM setzt an dieser körperlichen Ebene an: Schlaf verbessern, vegetative Anspannung lösen, die körperliche Erholungsfähigkeit unterstützen. Was sie nicht kann: die berufliche oder emotionale Ursache bearbeiten. Das bleibt Aufgabe der Psychotherapie.
Typische Beschwerden
Wann sofort professionelle Hilfe?
- Suizidgedanken – sofort 143
- Handlungsunfähigkeit im Alltag
- Verdacht auf Depression – psychiatrische Einordnung
- Keine Besserung nach Erholung
TCM begleitend
TCM-Einordnung
Chronische Überlastung hält den Sympathikus dauerhaft aktiviert – Kortisol bleibt erhöht, Herzfrequenzvariabilität sinkt, Schlafarchitektur verschlechtert sich. Der Körper verliert die Fähigkeit zur parasympathischen Erholung. Akupunktur aktiviert gezielt den Vagus und kann diese Balance begleitend verschieben.
TCM-Diagnostik
- Schlafmuster: Ein-, Durchschlafen, Traumqualität?
- Körperliche Spannungslokalisation: Nacken, Kiefer, Brust?
- Verdauung: Appetit, Blähungen, Verstopfung?
- Emotionale Situation und Stressniveau
- Psychotherapeutische Begleitung vorhanden?
Wie wir dich begleiten
- Akupunktur – parasympathische Aktivierung, Schlafverbesserung, Spannungsreduktion; Herz- und Nierenpunkte klassisch
- Kräuterformeln – Gui Pi Tang (Erschöpfung, Schlaf, mentale Belastung), Suan Zao Ren Tang (Schlaflosigkeit, Unruhe) – nach psychiatrischer Absprache
- Keine Aktivierungsversprechen – Pacing und Erholung als Alltagsempfehlung
Wann TCM sinnvoll sein kann
- Bei körperlicher Erschöpfung und Schlafstörungen als Hauptthema
- Begleitend zur Psychotherapie
- In der Stabilisierungsphase nach akuter Krise
- Bei vegetativer Anspannung ohne psychischen Notfall